Unternehmensgeschichte

 

Reinhard und der Traktor

Die Perspektiven ändern sich. Müssen sich ändern. Die Linzer Tabakfabrik, hinter der ich aufgewachsen bin, sah aus der Traktorperspektive riesig aus. Mit dem Traktor bin ich hier in den 1970-er Jahren herumgeradelt. Schon damals brannte ich für die Tabakindustrie, also beginnt die Unternehmensgeschichte hier.

Über unserem Viertel hing ständig Tabakgeruch, den alle grauslich gefunden haben. Nur ich habe ihn wirklich geliebt. Mit 16 hatte ich dann in der ehemaligen „Tschickbude“ meinen ersten Ferienjob. Noch während des Studiums begann ich in Wien für die Austria Tabak zu arbeiten und war dann mehr als 20 Jahre mit viel Leidenschaft für dieses Unternehmen und nach der Privatisierung für seine Nachfolge-Companies beschäftigt. Eine spannende Zeit. Als aber die österreichische Tabakproduktion Zug um Zug ausgelöscht wurde, wurde auch in mir etwas ausgelöscht.

So entstand mein Plan, eine typisch österreichische Zigarette zu entwickeln und die jahrhundertealte österreichische Tabakkultur wiederzubeleben. Ich sicherte mir die Wort-Bild-Marke TSCHICK, machte mich mit der RL Tschickfabrik GmbH selbständig und brachte im September 2014 vorerst die rote und die blaue TSCHICK in die österreichischen Trafiken.

Fast auf den Tag genau fünf Jahre, nachdem in der Tabakfabrik Linz die Zigarettenproduktion eingestellt wurde, habe ich mich hier mit einer Niederlassung angesiedelt. Platz zum Spielen gibt es hinter der „Tschickbude“ heute nicht mehr, es wurde alles verbaut. Aber in der Tabakfabrik gibt es nach wie vor ausreichend Platz, um langfristig die Zigarettenproduktion hierher zurückzuholen. Der Tag, an dem in Linz wieder eine Zigarettenmaschine stehen wird, wird der glücklichste meines Lebens sein.